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Die elf Preisträger des Innovationspreises 2016.



ZLF-Innovationspreis an elf Preisträger übergeben

Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt und BBV ehren Preisträger

Am dritten Tag des ZLF haben das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt (BLW) und der Bayerische Bauernverband (BBV) ihren gemeinsamen ZLF-Innovationspreis an elf Preisträger, allesamt Aussteller auf dem ZLF, überreicht.


Sepp Kellerer, Chefredakteur des BLW, moderierte die Veranstaltung und Redakteurinnen und Redakteure des Wochenblatts stellten die einzelnen Preisträger vor.

Walter Heidl, Präsident des BBV, begrüßte als Hausherr auf dem ZLF die Gäste und dankte allen 37 Teilnehmern für ihre innovativen Ideen. Heidl betonte die Bedeutung der Aussteller für das Zentral-Landwirtschaftsfest: „Die Aussteller sind das A und O des ZLF, sie füllen das Landwirtschaftsfest mit Leben.“ Dem mäßigen Wetter konnte Heidl auch seine positiven Seiten abgewinnen – so würden sich die Gäste ihre Anlaufstellen genau aussuchen und die Gespräche zwischen ihnen und den Ausstellern intensiver geführt werden. Amos Kotte, Geschäftsführer des Deutschen Landwirtschaftsverlags (dlv), unterstrich den Stellenwert des Preises für die Teilnehmer. So wurden alle 31 Innovationen, die die Jury-Kriterien „Fortschritt in den Bereichen Arbeitswirtschaft, Betriebswirtschaft, Arbeitssicherheit, Umweltschutz und/oder Ressourceneffizienz“ erfüllten und in die nähere Auswahl kamen, im Wochenblatt, Heft 37/2016 vorgestellt. Das Wochenblatt, Deutschlands auflagenstärkste regionale landwirtschaftliche Fachzeitschrift, wird von jedem dritten Landwirt in Deutschland gelesen.

Die elf Preisträger des ZLF Innovationspreises sind im Einzelnen:

Amazonen Werke aus Hasbergen-Gaste (ZLF-Stand R/01): Die Amazonen Werke konnten die Jury mit ihrer Innovation im Bereich Precision Farming überzeugen. Mit ihrer dynamischen Teilbreitensteuerung für Düngerstreuer samt neu entwickelter Software schaffen sie es, Arbeitsbreite und Streumenge präzise an unterschiedliche Flächenstrukturen anzupassen. So kann die Düngemenge zum einen reduziert und zum anderen effizienter eingesetzt werden.

DAL-BO A/S aus Randbol, Dänemark (ZLF-Stand P/06): Ausschlaggebend für die Prämierung der MaxiRoll-Systemwalze mit 4-reihigem Strohstriegel von DAL-BO A/S Deutschland war die Effizienz und Schnelligkeit, mit der die Stoppelbearbeitung nach dem Mähdrusch erfolgt. Bei einer sehr zügigen Arbeitsgeschwindigkeit von 15 bis 20 km/h können 10 ha/h bei einem Dieselverbrauch von 5 l/ha erzielt werden.

CNH Industrial Deutschland GmbH Case IH & Steyr aus Heilbronn (ZLF-Stand V/03): Der Allroundschlepper Case IH Luxxum im Bereich von 100 bis 120 PS überzeugt durch Features, die normalerweise nur in höheren Preis- und Leistungssegmenten zu finden sind – zum Beispiel einer gefederten Vorderachse, Feld- und Straßenautomatik, 4-fach Zapfwelle sowie integriertem Frontlader-Joystick mit Getriebefunktionen.

LKV-Beratungsgesellschaft mbH aus München (ZLF-Stand 1403): Das LKV-Cash-Cow Controlling-Tool ist eine innovative Kontrollsoftware für den Milchviehbetrieb. Es besticht durch seine schnelle Datenerfassung, sofortige Ergebnisberechnung, anschauliche Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Betrieben und die ansprechende graphische Darstellung. Die Software ermöglicht es dem Milchviehhalter, in drei bis vier Stunden einen Überblick über die Gewinnreserven in seinem gesamten Betrieb einprägsam zu erhalten.

Rauch Landmaschinenfabrik GmbH aus Sinzheim (ZLF-Stand T/02): Die SpreadLight-Streufächerkontrolle der Firma Rauch erlaubt dem Landwirt, durch modernste, leistungsstarke LED-Arbeitsscheinwerfer direkt über den beiden Wurfscheiben des Düngerstreuers auch bei Dunkelheit den gesamten Streufächer im Blick zu behalten. So können Fehler schnell erkannt und eine umweltgerechte Düngerausbringung gewährleistet werden.

Same Deutz-Fahr Deutschland GmbH aus Lauingen (ZLF-Stand K/07): Das Unternehmen gewann mit seiner neuen Deutz-Fahr-Serie 6. Die zwölf Modelle der Serie zwischen 156 und 226 PS überzeugten vor allem aufgrund eines neuen Getriebesystems, das hohen Schaltkomfort mit deutlicher Spriteinsparung verbindet. Zudem beeindruckt ein adaptives Federkonzept, das die Härte der Federung entsprechend der Ballastierung, der Geschwindigkeit und des Untergrunds automatisch in drei Stufen reguliert.

Schauer Agrotronic GmbH aus Prambachkirchen, Österreich und Betonwerk Schwarz aus Töging am Inn (ZLF-Stand J/04): Das Gemeinschaftsprojekt beider Firmen erleichtert den Bau von Rinderställen. Ein neues System mit Rillenplatten-Fertigteilelementen ermöglicht es, dass die Jauche in die Rillen fließt und damit die Oberfläche der breiteren Stege (wie bei einem Betonspaltenboden) wesentlich sauberer bleibt. Mittels Kammschieber werden die Laufgänge inklusive der Laufgangrillen regelmäßig gesäubert. Dadurch ist eine dauerhaft gleichbleibende Rutschfestigkeit, ganz im Sinne des Tierwohls, garantiert. Die Struktur der Bodenoberfläche wird bereits werksseitig hergestellt, ein Fräsen auf der Baustelle entfällt.

Schmotzer GmbH Maschinenfabrik aus Bad Windsheim (ZLF-Stand B/05): Die Schmotzer Maschinenfabrik überzeugte mit einer Fingerhacke speziell für Biobetriebe sowie einer Kamerasteuerung für Hackmaschinen mittels Nutzpflanzenerkennung. Während die Fingerhacke das Unkraut zwischen den Pflanzen bereits im Keimblatt-Stadium vernichten kann und damit ein chemisches Unkrautmittel ersetzt, nimmt die Kamera 20 Bilder pro Sekunde auf und gibt die Daten an eine Recheneinheit weiter. Von dort wird dann die Maschine sanft nach links oder rechts gesteuert. Der Landwirt muss nur die richtige Pflanzenart und Größenkategorie einstellen, alles andere erledigt das Kamerasystem zuverlässig und selbstständig.

Spanner RE2 GmbH aus Neufahrn (ZLF-Stand Q/10): Mit der Holz-Kraft-Anlage HKA 10 hat Spanner seine Holzvergasertechnik in einem deutlich niedrigeren Leistungssegment als bisher etabliert. Die Anlage mit einer Leistung von 9 kWel und 25 kWth kann mit Pellets und mit Hackschnitzeln befeuert werden. Sie besteht aus einem Holzgaserzeuger, nachgeschaltetem BHKW, Filtersystem sowie Wärmetauschereinheit und produziert nach dem Prinzip der Holzvergasung Strom und Wärme. Das Besondere an dem System, das je nach Bedarf in wenigen Minuten an- oder abgeschaltet werden kann, ist, dass es nahezu jede Holzart, also auch Straßenbegleitgrün, Sägemehl oder Altholz, verarbeiten kann.

Unterreiner Forstgeräte GmbH aus Julbach/Buch (ZLF-Stand D/02): Die Unterreiner Wippsäge mit Förderband und hydraulisch steuerbarer Wippe überzeugte die Jury vor allem aufgrund der deutlich höheren Arbeitssicherheit. Die Brennholzgewinnung ist nach wie vor die landwirtschaftliche Tätigkeit mit der höchsten Unfallstatistik. Die Wippsäge führt mittels einer hydraulischen Wippe das Holz automatisch zum Sägeblatt, sodass der Bediener nicht mehr im gefährlichen Bereich selbst tätig ist. Die Scheitlänge kann, je nach Einstellung, zwischen 20 bis 52cm variieren. Die Leistung beträgt circa sechs Ster pro Stunde.

Vetsmarttubes GmbH aus Graz, Österreich (ZLF-Stand 14009): Das Tierwohl und die Tiergesundheit stehen bei dieser Innovation im Vordergrund. Frische Luft ohne Zugluft in den Stall zu bringen, ist das Ziel, das sich Vetsmarttubes vorgenommen und erreicht hat. Mittels einer 3D Stallklimasimulation kann das jeweilige zu erstellende Stallbelüftungssystem individuell und genau an die äußeren Gegebenheiten angepasst werden. In einem mehrtägigen Rechenprozess simuliert eine speziell dafür entwickelte Software die durch das System auftretenden Luftströmungen im zu belüftenden Raum. Aus der Simulation erhält man die Planungsdetails und weiß, wie man für ein optimales Klima das Schlauchsystem zu dimensionieren und zu verlegen hat. Wie so ein System aussehen kann, ist im ZLF-Tierzelt Halle 14 zu sehen.