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ZLF-Historie: Grundstein für die Wiesn

Ohne ZLF kein Oktoberfest

Wenn zwei Wochen lang im September die Welt nach München blickt und die Wiesn Anziehungspunkt für Touristen aus aller Herren Länder ist, dann können die bayerischen Bäuerinnen und Bauern zu Recht mit Stolz behaupten, dass es ohne Landwirtschaft ein solches Volksfest nicht geben würde.


Wenn zwei Wochen lang im September die Welt nach München blickt und die Wiesn Anziehungspunkt für Touristen aus aller Herren Länder ist, dann können die bayerischen Bäuerinnen und Bauern zu Recht mit Stolz behaupten, dass es ohne Landwirtschaft ein solches Volksfest nicht geben würde.
Die Entstehung des Oktoberfests geht auf ein Pferderennen anlässlich der Hochzeit im Jahr 1810 zurück, als der bayerische Kronprinz Ludwig Therese von Sachsen-Hildburghausen ehelichte. Dieses Pferderennen fand beim Volk so großen Anklang, dass es in den folgenden Jahren wiederholt wurde.

Bereits 1811 lud der „Landwirtschaftliche Verein“ zu einem großen „Nationalfest“ mit Pferderennen, Viehmarkt und Viehprämierung. Damals konkurrierten 23 Hengste, 29 Zuchtstuten, 22 Stiere, 31 Kühe, 27 Schafböcke und drei Schweine um die Preise. König Maximilian I. Joseph überreichte persönlich die Preise am Eingang des Königszelts und erwies damit dem Bauernstand eine zu dieser Zeit nicht selbstverständliche Ehre. Die Bauernarbeit erhielt mit dieser Zeremonie einen neuen Stellenwert.  

Von der reinen Viehprämierung zum Publikumsrenner
1812 nannte sich die Veranstaltung „Centrallandwirtschaftsfest“. Schon bald handelte es sich nicht mehr nur um eine reine Viehprämierung. Auch Maschinen und Geräte sowie landwirtschaftliche Produkte hielten Einzug auf der Theresienwiese. Mit dieser Produktpalette fühlten sich freilich nur die Bauern angesprochen, das Landwirtschaftsfest zu besuchen. Doch bald begeisterte man auch eine breite Besucherschar mit Themen wie der Holzschnitzkunst aus dem Oberbayerischen oder der Papierherstellung aus Holzfasern und dem Obstanbau.

Weit über die bayerischen Grenzen hinaus reichte der Ruf der landwirtschaftlichen Ausstellung, deren wirtschaftliche Bedeutung stark zunahm. Innovativ zeigte sich das Fest der Landwirtschaft schon damals: 1864 wurden der Öffentlichkeit die Versuche von Justus von Liebig zum Kartoffelanbau präsentiert. 1877 wurde die Sojabohne zum ersten Mal ausgestellt und der Anbau von Moos- und Moorbeeren aus Amerika demonstriert. Das ZLF – ein Umschlagplatz für neue Techniken, Erkenntnisse und Methoden schon damals und auch heute noch.  

Leistungsschau und Volksfest in einem
Die Kombination mit dem weltberühmten Münchner Oktoberfest, das seine Wurzeln in dem Fest der Bauern hat, macht das ZLF zum besonderen Ereignis: Seit 1811 stellt diese traditionsreiche Schau eine enge Verbindung von Landwirtschaft und Volksfest dar.
Das Land kommt in die Stadt – wo sonst hat der Städter eine solch konzentrierte Chance, sich zu informieren und Kontakte aufzunehmen. Und wo sonst haben Bäuerinnen und Bauern die Gelegenheit, ihre Anliegen in derart gezielter Form dem Städter und insbesondere der Jugend nahe zu bringen, als auf dem Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfest in München.
Die Oide Wiesn ist aus der Jubiläumsveranstaltung 200 Jahre Oktoberfest im Jahr 2010 entstanden und fand 2011 erstmals statt – der Bayerische Bauernverband hatte diese Planungen des Festrings unterstützt und war Pate der Historischen Wiesn.

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