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Rund 800 Tiere sind während des Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfestes im Tierzelt (Halle 14) zu sehen.



Komfort für tierische Champions

Halle 14 steckt voller technischer Raffinessen

Rinder, Schweine, Ziegen, Pferde, Geflügel, Fische und sogar ein Bienenvolk – rund 800 Tiere sind während des Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfestes im Tierzelt (Halle 14) zu sehen. Damit sie sich wohlfühlen, steckt die Halle voller technischer Raffinessen.


Fast 100 Rinder kommen aufs Landwirtschaftsfest, Milchvieh ebenso wie Fleischrinder oder gefährdete Rassen. Die Tiere werden von den verschiedenen Züchterverbänden in Bayern angemeldet. Die Entscheidung des Verbandes und der Zuchtleiter, welches Tier in München gezeigt wird, fällt oft erst wenige Tage vor der Eröffnung. „Bei den Pferden sieht das anders aus“, sagt Peter Rahbauer Tierzeltleiter vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Die ausgestellten Tiere, fast 90 Großpferde und 30 bis 40 Ponys, werden bei einer großen Züchterveranstaltung im Juni gekürt. Wieder unterschiedlich ist es bei den Schweinen. Bei den Ebern treffen die Zuchtleiter Ende August die Auswahl, bei Rassegeflügel und Kaninchen fällt die Entscheidung erst kurz vor der Ausstellung intern bei den Verbänden. Die Fische, die in Aquarien schwimmen werden, kommen vom staatlichen Institut für Fischerei.

Das Tierzelt umfasst eine Fläche von 6000 qm und bietet seinen Bewohnern auf Zeit einen hohen Komfort. „Die Tiere werden auf Stroh gehalten und haben ausreichend Platz“, sagt Rahbauer. Die Pferde stehen in geräumigen Boxen und die Ponys genießen großzügigen Platz in Laufställen. „Bei Geflügel und den Kaninchen ist wichtig, dass sie ausreichend Rückzugsmöglichkeiten haben – auch das haben wir berücksichtigt“, betont der Tierzeltleiter. Weil sie kühle Temperaturen unter freiem Himmel gewohnt sind, finden Mutterkühe mit Kälbchen und Wollschafe im Freigelände Platz.

Fast 100 Rinder kommen aufs Landwirtschaftsfest, Milchvieh ebenso wie Fleischrinder oder gefährdete Rassen.

Im Zelt selbst sorgt raffinierte Technik für eine gute Belüftung. „Das ist in einem Zelt mit mehreren tausend Besuchern und vielen verschiedenen Tierarten von besonderer Bedeutung, der wir zum Wohl der Tiere gerecht werden müssen.“ Für alle Tierbereiche im Zelt können unterschiedliche Luftgeschwindigkeiten und Temperaturen geregelt werden, abgestimmt auf die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Tierart. Die Be- und Entlüftung arbeitet vollautomatisch. Dieses System wird sonst in Stallungen eingebaut und ist hoch effektiv.

Auch Information und Dialog haben einen großen Stellenwert. So stellen sich Praktiker, erfahrene Landwirte am „Infopunkt Tier“ den Fragen der Besucher. Daneben gibt es im Forum mit 150 Plätzen ein umfangreiches Programm rund ums Tier. Dort werden u. a. bestimmte Nutztierrassen vorgestellt, Landwirte berichten aus ihren Betrieben und Metzger geben Einblick in ihr Handwerk und sagen, worauf es bei der Fleischzubereitung ankommt.

„Gerade für die jungen Besucher ist das Tierzelt immer wieder ein Highlight – wo sonst kommt man den Tieren so nah“, sagt Rahbauer. Im Streichelgehege können die Kleinen kuschelige Kaninchen streicheln, mit den Ziegenkitzen rangeln oder einem Schweinchen an die Nase fassen. Große Augen machen die Kinder, wenn Küken aus dem Ei schlüpfen.