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Der Aufbau des Milchviehstalls läuft auf Hochtouren.
Nachdem die Bodenplatte auf der Theresienwiese betoniert wurde, begann die Zimmerei Ludwig & Plonner am 1. August mit den Holzbauarbeiten.



Ein echter Kuhstall auf der Wiesn

Milchviehstall mit Melkroboter im laufenden Betrieb

Erstmals präsentiert der Bayerische Bauernverband in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, der BBV-LandSiedlung und proHolz Bayern auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest einen Milchviehstall in Holzbauweise im laufenden Betrieb.


Besucher können sich mit eigenen Augen überzeugen, dass in der modernen Milchviehhaltung Komfort und „Wellness“ für die Kühe und rationelle Arbeitserledigung kein Widerspruch sind. Sie erleben, welcher Komfort den Tieren durch viel Licht und frische Luft in modernen Stallanlagen geboten wird. Der neu entwickelte Modulstall wird auf dem ZLF mit einer Teileinheit für circa 20 Kühe gezeigt. Dieser Stall ist hoch technisiert: Fütterung, Melken und Entmistung funktionieren automatisch. Die Kühe kommen aus den Lehr-, Versuchs- und Fachzentren für Milchviehhaltung Achselschwang und Almesbach und sind den Umgang mit der modernen Technik gewohnt. Georg Wimmer, stellvertretender Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes, kann den Einzug der Tiere kaum erwarten. „Das wird ein großer Moment“, sagt er.

Doch bis dahin dauert es noch ein paar Wochen – und diese Zeit brauchen die Handwerker und Stalleinrichter noch, um es den Tieren so richtig gemütlich zu machen. Das Besondere am ZLF-Milchviehstall: Er ist aus Holz. Bauen mit heimischem Holz habe zwar in der Landwirtschaft in Bayern eine lange Tradition, da fast jeder Hof eigenen Wald bewirtschaftet. Trotzdem gilt es den Landwirten immer wieder bewusst zu machen, welch genialen Rohstoff sie vor ihrer Haustür zur Verfügung haben, sagt Johann Koch, Vorsitzender von proHolz Bayern. „Holz setzt sich im urbanen Raum aufgrund seiner zahlreichen Vorteile immer mehr durch. Bei landwirtschaftlichen Gebäuden ist der Holzbauanteil die letzten Jahre leicht rückläufig, wobei die Landwirtschaft immer noch mit Abstand am meisten in Holz baut.“ Zu zeigen, dass Holz ein moderner, technisch vielseitiger Baustoff mit Tradition und einer vielversprechenden Zukunft ist, das ist das Anliegen von proHolz Bayern bei diesem Projekt. Nicht zuletzt soll der Milchviehstall bestes Beispiel für regionale Kreislaufwirtschaft und Wertschöpfung sein.

Das Holz wurde im März in den Wäldern des Staatsgutes Achselschwang geschlagen. Von dort aus ging es in das Sägewerk Geiger in Dießen am Ammersee, wo es eingeschnitten wurde. Nachdem die Bodenplatte auf der Theresienwiese betoniert wurde, begann die Zimmerei Ludwig & Plonner am 1. August mit den Holzbauarbeiten. In der zweiten Augusthälfte werden die technischen Inneneinrichtungen vorgenommen – es bleibt noch viel zu tun bis zur Eröffnung des Landwirtschaftsfestes am 17. September. Doch Georg Wimmer ist entspannt: „Wir sind absolut im Zeitplan.“

proHolz Bayern begleitet den Bau des Milchviehstalles auf dem Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfest mit der Kamera. Den Film sehen Sie hier: http://proholz-bayern.de/zlf.html