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Große Ehre für Franz Xaver und Christine Mühlberger (Mitte), BBV-Präsident Walter Heidl und Oberbürgermeister Dieter Reiter dankten den Besuchern für ihre jahrelange Treue zum ZLF.



„Ohne Bauern geht nichts!“

Franz Xaver Mühlberger besucht seit 1955 das ZLF

„Tiere, Technik, Tradition“ – dieser Dreiklang zieht Franz Xaver Mühlberger seit 1955 ohne Unterbrechung auf das Zentral-Landwirtschaftsfest. Damit ist er der wohl treueste ZLF-Besucher.


Und auf einmal ist es wieder so weit: Das ZLF öffnet seine Pforten und Franz Xaver Mühlberger saugt jede Sekunde des geschäftigen Treibens leidenschaftlich auf. Seit 1955 besucht er ohne Unterbrechung das Landwirtschaftsfest, seit 1967 auch in Begleitung seiner Ehefrau Christine. Beide teilen seit jeher eine Faszination für die Landwirtschaft, vor allem aber für Pferde und moderne Technik. Beides finden sie auf dem ZLF zu Genüge.

„1944 wurde ich in Achselschwang geboren, damals befand sich dort noch das Bayerische Stammgestüt.“ Aus dieser frühen Begegnung erwuchs Mühlbergers Begeisterung für Pferde. Als er 1954 nach München zog, konnte er die edlen Tiere nicht so mehr oft sehen wie draußen auf dem Lande – umso mehr freute er sich, als er ein Jahr später zum ersten Mal über das ZLF schlenderte. Seitdem ist das ZLF für den Wahlmünchner ein Pflichttermin.
Franz Xaver und Christine faszinieren die Gegensätze auf dem ZLF-Gelände: Sie können in ein Lebensgefühl dörflich-bäuerlichen Lebens eintauchen und gleich darauf die neuesten Innovationen moderner Landtechnik hautnah erleben. In die Motorengeräusche neuer Turbomotoren mischt sich das Muhen der Kühe und die verschiedensten bayerischen Mundarten verschmelzen mit dem Wiehern der Pferde. All dies ergibt ein buntes Klangbild, das am Ende, trotz aller Gegensätze, ein großes Ganzes ergibt. So veranschaulicht das ZLF laut Franz Xaver Mühlberger in sehr plastischer Weise das altbekannte Motto: „Ohne Tradition gibt es keine Zukunft.“

Bei aller Begeisterung für das Treiben auf dem ZLF findet das Ehepaar Mühlberger aber auch nachdenkliche Töne, was die Lage der einzelnen Bauern betrifft: „Bei der Milch beginnt es, beim Fleisch hört es auf – die heutigen Landwirte leiden unter einer „Geiz-ist-geil“-Mentalität, die ihnen das profitable Wirtschaften immer mehr erschwert.“ So sei das ZLF eine gute Möglichkeit, an eine neue Denkweise der Verbrauer zu appellieren und für eine erhöhte Wertschätzung der landwirtschaftlichen Produkte zu werben. „Wenn die Landwirtschaft am Ende auch nur ein wenig profitiert, dann war es der Mühen wert.“ Denn eins sei klar, und dies möchte das Ehepaar betont wissen: „Gott sei Dank, dass es noch junge Landwirte gibt, die weiterhin Landwirtschaft betreiben wollen und so hochwertige Lebensmittel erzeugen und die bayerische Landschaft pflegen.“