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Landjugendverbände reichen sich die Hände

Landjugendverbände stellen sich vor

Am heutigen Schwerpunkttag der Landjugend und Jungunternehmer rücken die drei bayerischen Jugendverbände in den Blickpunkt: die Bayerische Jungbauernschaft (BJB), die Evangelische Landjugend (ELJ) und die Katholische Landjugendbewegung Bayern (KLJB). Sie alle präsentieren sich mit einem gemeinsamen Stand in der Bauernverbandshalle 9 – ein Besuch lohnt sich!


Perspektivenwechsel bei der Bayerischen Jungbauernschaft

Hoch hinaus geht’s bei der BJB, ihre über fünf Meter hohe Giraffe fällt direkt ins Auge. In stundenlanger Handarbeit haben fleißige Landjugendliche des Bezirks Oberbayern ihr diesjähriges Motto „Sichtweisen“ kreativ veranschaulicht. Und das scheint nicht genug: Am „Giraffeneuter“ können sich Groß und Klein im Melken üben. Mit diesen Blickfängern möchte die Jungbauernschaft zum mehrfachen Perspektivenwechsel anregen: So sei es ein Irrtum anzunehmen, dass sich der Verband nur an (junge) Landwirte wenden würde – sämtliche Jugendliche ab 14 Jahren seien in der BJB willkommen! Auch sind die Themen, mit denen sich die Jungbauernschaft beschäftigt, vielfältig: Neben agrarischen werden auch jugend- und gesellschaftspolitische Fragen in dem 18.000 Mitglieder starken Verein behandelt. Wem das nicht reicht, manch alt-eingesessenes Vorurteil zu überwinden, dem rät die Jungbauernschaft: „Landjugend kann man nicht erklären – man muss sie erleben“.

„Rein in die Pedale“ heißt es bei der Evangelischen Landjugend

Fünf Meter neben der Giraffe fällt eine weitere Besonderheit ins Auge. Die ELJ bringt ihre Besucher mit einem Energiefahrrad zum Schwitzen. Damit möchte sie auf ihr Jahresthema aufmerksam machen, dass unter dem Motto „Mach dich frei – für neue Energie“ steht. Doch dieses Thema der ELJ umfasst gleich zwei Seiten: Zum einen möchte der Landjugendverband mit seinem Arbeitskreis „Energiedemokratie“ zu einem schonenden Umgang mit Ressourcen anregen und damit einen aktiven Beitrag zur Wende in der Energiepolitik leisten. Zum anderen will der Landjugendverband, der circa 12.500 Mitglieder im vor allem nordbayerischen Raum umfasst, ein „Kraftwerk“ für junge Menschen sein. Gerade in einer individualisierten Welt mit zunehmenden Anforderungen in Schule und Beruf sei es wichtig, den Jugendliche und jungen Erwachsenen einen Rückzugsort zu bieten, in dem sie gemeinsam als Gruppe durch vielfältige Aktivitäten neue Kraft schöpfen können. Daher lädt die Evangelische Landjugend konfessionsunabhängig jeden jungen Menschen ab 14 Jahren ein, in ihrem Kraftwerk neue Energie zu tanken.

Kein „Griff ins Klo“ ist ein Besuch bei der Katholischen Landjugendbewegung Bayern

Auch die KLJB ist durch ihre kreative Mit-Mach-Aktion „Griff ins Klo“ nicht zu übersehen. Mit ihrer selbst erstellten Aktionswand möchte sie auf ihr zweijähriges Projekt „Ausgewachsen – Wie viel ist genug?“ aufmerksam machen. Ziel des Verbandes, der sich der Bildungsarbeit verschrieben hat, ist es, durch dieses Projekt einen bewussten Konsum anzustoßen. Dazu hat sich die KLJB, die 26.000 Mitglieder in über 900 Ortsgruppen zählt, eine unterhaltsame Gegenüberstellung zwischen zu vermeidenden und zu fördernden Dingen überlegt, die jeder Besucher greifbar nachvollziehen kann. An der Aktionswand hängen WC-Schüsseln, in die man hineingreifen und das zu vermeidende Übel betasten kann, während darüber die ressourcenschonende Alternative durch ein kleines Sichtfenster zu erblicken ist. Auch die Katholische Landjugendbewegung Bayern wendet sich ausdrücklich konfessionsübergreifend an alle junge Menschen von Stadt und Land, wobei – und das haben alle drei Landjugendverbände gemeinsam – der Anteil ländlicher Mitglieder höher ist.